Anpassung unserer Cloud- und Hostingpreise zum 1. September 2026
Die weltweiten Preise für Serverhardware, Arbeitsspeicher und Storage-Komponenten sind in den vergangenen Monaten außergewöhnlich stark gestiegen. Nach langer interner Kompensation müssen daher auch wir zum 1. September 2026 die Preise ausgewählter Cloud-, Hosting- und Managed-Services anpassen.
Je nach Produkt und Ressourcenanteil beträgt die Anpassung in der Regel zwischen 15 und 25 Prozent. Webhosting-Produkte werden überwiegend moderater angepasst.
Ein globaler Engpass bei RAM und Storage
Die derzeitige Entwicklung betrifft die gesamte IT- und Hostingbranche.
Der starke Ausbau von AI- und Hyperscale-Rechenzentren führt weltweit zu einer erheblich höheren Nachfrage nach Arbeitsspeicher und Flash-Speicher. Hersteller verlagern gleichzeitig Produktionskapazitäten in besonders stark nachgefragte Bereiche wie High Bandwidth Memory, Server-DRAM und Enterprise-SSDs.
Dadurch stehen für klassische Server- und Cloud-Plattformen weniger Komponenten zur Verfügung. Die Folge sind längere Lieferzeiten und erheblich höhere Einkaufspreise.
Der Marktforscher TrendForce meldete für konventionellen DRAM im ersten Quartal 2026 einen Anstieg der Vertragspreise von rund 90 bis 95 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Für das zweite Quartal wurden weitere Steigerungen von 58 bis 63 Prozent bei DRAM und 70 bis 75 Prozent bei NAND Flash erwartet.
Diese Werte sind keine unmittelbaren Endkundenpreissteigerungen. Sie zeigen jedoch, mit welcher Dynamik sich die vorgelagerten Hardwaremärkte derzeit verändern.
Auch andere Anbieter haben ihre Preise bereits angepasst
Die Preisentwicklung ist kein NMMN-spezifisches Problem.
Mehrere große Hosting- und Cloud-Anbieter haben ihre Preise seit Anfang 2026 bereits deutlich erhöht. Hetzner verwies bei seinen Anpassungen ausdrücklich auf drastisch gestiegene Kosten für den Betrieb der Infrastruktur und die Beschaffung neuer Hardware.
OVHcloud veröffentlichte ebenfalls neue Preise für Server-, RAM- und Storage-Optionen. Bei einzelnen DDR5-RAM- und NVMe-SSD-Konfigurationen lagen die Erhöhungen deutlich über 50 Prozent. Teilweise verdoppelten sich die Preise bestimmter RAM-Erweiterungen sogar annähernd oder vollständig.
Vor diesem Hintergrund liegt die NMMN-Anpassung von in der Regel 15 bis 25 Prozent deutlich unter der Entwicklung vieler zugrunde liegender Hardwarekosten.
Warum wir die Anpassung lange vermeiden konnten
Wir gehen bewusst ressourcenschonend mit unserer Infrastruktur um.
Server und Storage-Systeme werden nicht allein aufgrund ihres Alters ersetzt. Wir nutzen Systeme so lange, wie sie sicher, zuverlässig und wirtschaftlich betrieben werden können. Wo es technisch sinnvoll ist, verwenden wir außerdem geprüfte und hochwertige refurbished Hardware.
Damit verlängern wir Lebenszyklen. Wir reduzieren Elektroschrott. Gleichzeitig vermeiden wir unnötige Investitionen.
Dieser Ansatz hat uns ermöglicht, die gestiegenen Kosten länger als viele andere Anbieter aufzufangen. Er ersetzt jedoch keine notwendigen Investitionen.
Auch wir müssen:
- Cloud- und Storage-Plattformen erweitern,
- defekte Komponenten ersetzen,
- ausreichende Ersatzteilbestände vorhalten,
- RAM und Enterprise-SSDs beschaffen,
- ältere Systeme rechtzeitig erneuern und
- Kapazitätsreserven für Hochverfügbarkeit schaffen.
Welche Preise ändern sich?
Zum 1. September 2026 werden insbesondere die Preise folgender Leistungen angepasst:
- NMMN Managed Shared Cloud,
- Managed Linux VM Server,
- Linux Root VMs,
- dedizierter SSD-, HDD- und Backup-Speicher,
- Object Storage,
- ausgewählte Managed Services sowie
- Webhosting-Produkte.
Die konkrete Anpassung hängt davon ab, wie stark eine Leistung von RAM, Storage und Serverhardware abhängig ist.
Besonders ressourcenintensive Cloud- und Storage-Leistungen werden stärker angepasst. Webhosting-Pakete werden überwiegend moderater erhöht.
Welche Leistungen bleiben unverändert?
Bestehende aktive Private-Cloud- und Dedicated-Server-Verträge werden im Rahmen dieser allgemeinen Anpassung nicht verändert.
Ebenfalls nicht betroffen sind separat berechnete:
- IP-Adressen und IP-Netze sowie
- Firewall-Leistungen.
Bei einer späteren Erweiterung oder Erneuerung der Hardware müssen Private Clouds und Dedicated Server jedoch neu kalkuliert werden. Gleiches kann bei anstehenden Vertragsverlängerungen gelten.
Maßgeblich sind dann die konkret benötigte Hardware, die aktuelle Marktlage und der gewünschte Vertragszeitraum.
Warum erhöhen wir nicht um 50 Prozent oder mehr?
Die Einkaufspreise einzelner Komponenten sind zwar teilweise um deutlich mehr als 50 Prozent gestiegen. Hardware ist jedoch nur ein Bestandteil unserer Leistungen.
In den Preisen der NMMN sind unter anderem auch folgende Leistungen enthalten:
- Betrieb in professionellen Rechenzentren,
- redundante Strom- und Netzwerkinfrastruktur,
- hochverfügbare Virtualisierungs- und Storage-Plattformen,
- Monitoring und technische Betreuung,
- Backup und Kapazitätsreserven,
- Zertifizierungs- und Compliance-Prozesse sowie
- persönlicher Support durch unser Team.
Wir geben die Preisentwicklung deshalb nicht vollständig oder pauschal weiter. Stattdessen passen wir die Preise abhängig vom tatsächlichen Ressourcenanteil an.
Unser Anspruch bleibt unverändert
Wir möchten auch künftig eine zuverlässige, souveräne und persönlich betreute Alternative zu den großen internationalen Cloud-Plattformen anbieten.
Dazu gehören moderne Hardware, ausreichende Reserven und ein stabiler Plattformbetrieb. Ebenso wichtig bleiben unsere deutschen Rechenzentrumsstandorte, unser redundantes Netzwerk und der direkte Kontakt zu unseren Technikern.
Die Preisanpassung schafft die wirtschaftliche Grundlage dafür, diese Qualität dauerhaft zu erhalten.
Die neuen Preise gelten ab dem 1. September 2026 für Neubestellungen und bestehende betroffene Leistungen. Betroffene Bestandskunden erhalten rechtzeitig eine individuelle Information.
Häufig gestellte Fragen zur Preisanpassung
Die neuen Preise gelten ab dem 1. September 2026.
Die Anpassung betrifft sowohl Neubestellungen als auch bestehende betroffene Leistungen. Bestandskunden werden vorab individuell informiert.
Von der Anpassung betroffen sind insbesondere:
- NMMN Managed Shared Cloud,
- Managed Linux VM Server,
- Linux Root VMs,
- dedizierte Storage- und Backup-Ressourcen,
- Object Storage,
- ausgewählte Managed Services sowie
- Webhosting-Produkte.
Die genaue Anpassung hängt vom jeweiligen Produkt und dessen Ressourcenbedarf ab.
Nicht Bestandteil dieser allgemeinen Preisanpassung sind:
- separat berechnete IP-Adressen und IP-Netze,
- Firewall-Leistungen,
- bestehende aktive Private Clouds sowie
- bestehende aktive Dedicated Server.
Bei neuen Dedicated Servern, Hardwareerweiterungen, Hardware-Refreshs oder Vertragsverlängerungen kann jedoch eine Neukalkulation erforderlich sein.
Je nach Service und Ressourcenanteil liegt die Anpassung in der Regel zwischen 15 und 25 Prozent.
RAM-, SSD- und Storage-intensive Leistungen sind stärker betroffen. Webhosting-Produkte werden überwiegend moderater angepasst.
Die Beschaffungskosten für Serverhardware sind weltweit stark gestiegen.
Besonders betroffen sind:
- DDR4- und DDR5-Arbeitsspeicher,
- Enterprise-SSDs,
- NAND-Flash-Speicher,
- Storage-Systeme und
- Ersatzteile für bestehende Plattformen.
Zusätzlich müssen Cloud- und Hostingplattformen laufend erweitert und erneuert werden. Die bisherigen Preise bilden diese Kostenentwicklung nicht mehr ausreichend ab.
Eine allgemeingültige Prozentzahl für sämtliche DDR4- und DDR5-Module gibt es nicht. Preise unterscheiden sich nach Speichertyp, Kapazität, Geschwindigkeit, ECC-Unterstützung, Hersteller und Abnahmemenge.
Die Entwicklung des Gesamtmarktes ist jedoch eindeutig.
Im ersten Quartal 2026 stiegen die Vertragspreise für konventionellen DRAM nach Angaben von TrendForce gegenüber dem Vorquartal um ungefähr 90 bis 95 Prozent. Für das zweite Quartal 2026 wurden weitere Steigerungen von 58 bis 63 Prozent erwartet.
DDR4 ist zusätzlich von auslaufenden oder reduzierten Produktionskapazitäten betroffen. Bei DDR5 führen die hohe Nachfrage nach Server-RAM und die Verlagerung von Produktionskapazitäten in Richtung AI-Infrastruktur zu Engpässen.
Die tatsächlichen Einkaufspreise einzelner Servermodule können daher innerhalb weniger Monate stark schwanken.
Auch bei SSDs hängt die konkrete Entwicklung von Kapazität, Schnittstelle, Performance, Haltbarkeit und Einsatzklasse ab.
Besonders stark betroffen sind Enterprise-SSDs und große NVMe-Datenträger. TrendForce erwartete für NAND Flash im zweiten Quartal 2026 einen Anstieg der Vertragspreise von 70 bis 75 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Die Preise vollständiger SSD-Produkte entwickeln sich nicht immer exakt im selben Verhältnis wie die NAND-Flash-Vertragspreise. Controller, Gehäuse, Firmware, Herstellerverträge und Lagerbestände wirken sich ebenfalls auf den Endpreis aus.
Die Richtung bleibt jedoch eindeutig: Große und für den Dauerbetrieb geeignete SSDs sind erheblich teurer geworden.
Ja.
Mehrere große Hosting- und Cloud-Anbieter haben seit Anfang 2026 Preisanpassungen angekündigt oder bereits umgesetzt.
Hetzner erhöhte Preise für bestehende Leistungen und Neubestellungen und begründete dies mit deutlich gestiegenen Infrastruktur- und Hardwarebeschaffungskosten.
OVHcloud erhöhte zahlreiche Server-, RAM- und Storage-Optionen. Bei einzelnen DDR5- und NVMe-Konfigurationen lagen die veröffentlichten Anpassungen deutlich über 50 Prozent.
Die Entwicklung betrifft daher nicht nur einzelne Anbieter, sondern den internationalen Hardware-, Hosting- und Cloud-Markt.
Refurbished Hardware ist ein wichtiger Bestandteil unserer nachhaltigen Beschaffungsstrategie.
Sie eignet sich jedoch nicht für jeden Einsatzzweck. Bei Kapazitätserweiterungen, neuen Plattformgenerationen, hohen Leistungsanforderungen oder fehlender Ersatzteilverfügbarkeit müssen auch neue Komponenten beschafft werden.
Zudem benötigen hochverfügbare Systeme einheitliche und ausreichend verfügbare Komponenten. Einzelne gebrauchte Bauteile können diese Anforderungen nicht immer erfüllen.
Bestehende Private Clouds basieren auf einer individuell kalkulierten und bereits bereitgestellten Hardwareplattform.
Solange diese Plattform unverändert weiterbetrieben wird, erfolgt durch die allgemeine Anpassung keine Erhöhung der hardwarebezogenen Preise.
Benötigt der Kunde zusätzliche Server, RAM, SSDs oder Storage-Kapazitäten, müssen diese Komponenten zu aktuellen Marktpreisen beschafft werden. Daher können Erweiterungen und spätere Hardware-Refreshs teurer ausfallen.
Vor einer Vertragsverlängerung prüfen wir die bestehende Hardware, den Supportstatus, die Ersatzteilverfügbarkeit und die aktuellen Betriebskosten.
Je nach Ergebnis kann die bestehende Konfiguration weitergeführt werden. Alternativ kann ein Hardware-Refresh oder eine angepasste Kalkulation erforderlich sein.
Der Kunde erhält hierzu ein individuelles Angebot.
Grundsätzlich können Ressourcen abhängig vom jeweiligen Vertrag und der technischen Konfiguration angepasst werden.
Bei virtuellen Maschinen lassen sich CPU-, RAM- und Storage-Ressourcen teilweise reduzieren. Bei Storage ist dies technisch nicht in jedem Fall ohne Migration oder Neuaufbau möglich.
Wir prüfen gerne gemeinsam, ob die gebuchte Konfiguration noch zum tatsächlichen Bedarf passt.
Nein.
Die vereinbarten Leistungen, Verfügbarkeiten und Supportwege bleiben grundsätzlich unverändert.
Die Anpassung dient dazu, die bestehende Qualität dauerhaft zu sichern und notwendige Erneuerungen sowie Kapazitätserweiterungen weiterhin wirtschaftlich durchführen zu können.
Betroffene Bestandskunden erhalten eine individuelle Mitteilung.
Darin werden die betroffenen Vertragspositionen, die bisherigen Preise, die neuen Preise und der Zeitpunkt der Umstellung aufgeführt.
Bei Rückfragen steht der jeweilige Ansprechpartner bei der NMMN zur Verfügung.
Sie haben Fragen zur Preisanpassung?
NMMN GmbH
Haferweg 46
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Tel.: +49 40 284 118-0
Technik-Support-Hotline: +49 40 284 118 700
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