Kategorie: Basiswissen

Guide zur Einrichtung einer IT-Infrastruktur für Ihr Unternehmen

IT-Infrastruktur

Die Entwicklung einer internen IT-Infrastruktur ist für Unternehmen unerlässlich, um IT-Lösungen und -Services für ihre Mitarbeiter, Partner oder Kunden kompetent bereitzustellen, für höchste Produktivität und letztlich, um für Geschäftswachstum zu sorgen.

Woraus besteht die IT-Infrastruktur?

Eine IT-Infrastruktur besteht aus allen Komponenten, die bei IT-gestützten Funktionen eine Rolle spielen – was in der heutigen Geschäftswelt so ziemlich alles umfasst – einschließlich aller genutzter Hardware, Software, Dienste und Netzwerkressourcen, die für den Betrieb des Unternehmens erforderlich sind.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der grundlegenden Bestandteile einer IT-Infrastruktur.

Hardware

Hardware ist die Grundlage Ihrer IT-Infrastruktur. Die Beschaffung der richtigen Hardware läuft darauf hinaus, eine Einkaufsliste mit allen Komponenten zu erstellen, die Sie benötigen. Dazu gehören jedoch nicht nur Server und Server-Equipment, die ggf. auch in der Cloud oder in einem Rechenzentrum betrieben werden könnten, sondern auch End- und Peripheriegeräte, die Ihre Mitarbeiter nutzen werden.

Schließlich ist alles in einer IT-Infrastruktur über ein Firmennetzwerk verbunden. Wenn Sie außerdem planen, Virtualisierung (mit virtuellen Servern anstelle von physischen Servern) einzusetzen, um Platz zu sparen, müssen Sie sicherstellen, dass der oder die Server, auf denen alles gehostet wird, über genügend Rechenleistung verfügen, um die Last zu bewältigen. Und diese Server benötigen einen klimatisierten Raum mit gut abgesicherter Stromzuführung, die möglichst auch ausfallsicher gehalten ist.

Hier eine kurze Liste der zu berücksichtigenden Hardwareanforderungen:

  • Server und Server-Racks – Die Anzahl der physischen Server hängt davon ab, ob Sie sich für Virtualisierung entscheiden oder nicht. Denken Sie daran, dass Sie möglicherweise eine Domäne und einen Domänencontroller, einen DNS-Server, einen E-Mail-Server usw. benötigen.
  • Klimatisierung und unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) für Server- und Netzwerkkomponenten.
  • Backup-Hardware oder ein Failover-Cluster – Falls ein Server ausfällt, müssen Sie einen Backup-Server haben, der ihn ersetzt, um Latenz und Ausfallzeiten zu reduzieren.
  • Physischer Speicher und Backup-Speicher – Dazu gehören Festplatten oder Storage-Systeme wie ein SAN (Storage Area Network) oder etwas einfacher ein NAS (Network Attached Storage), wenn Sie keinen Cloud-Speicher verwenden. Die Menge an Storage-Kapazität, die Sie benötigen, hängt von den Daten ab, die Sie speichern, und Ihr Speicherplatz wächst mit der Zeit, was bedeutet, dass Sie darauf achten sollten, dass der Storage erweitert werden kann.
  • End- und Peripheriegeräte – Dies ist selbsterklärend: Desktop-Computer, Notebook, Tablet, Monitore, Drucker und andere Dinge für die Mitarbeiter.

 

Software

Hardware braucht Software, damit Ihre IT-Infrastruktur reibungslos funktioniert. Heutzutage ist Software ziemlich einfach zu bekommen. Sie können sich jederzeit für ein SaaS-Modell (Software as a Service) in der Cloud entscheiden und die Software, die Sie benötigen, auf jedem Gerät im einfachsten Fall über einen Internet-Browser verwenden.

Sie müssen die Software nicht mehr manuell auf jedem Gerät installieren und haben für jedes Gerät eine eindeutige Kopie der Software. Sie abonnieren einfach, was Sie brauchen, und beginnen mit der Nutzung. Hier ist die mögliche Liste der Software, die Sie benötigen.

  • Betriebssysteme / Operating System (OS) für Server und Desktop-Computer.
  • Mitarbeiterbedarf – Software wie eine Office-Lösung, damit die Mitarbeiter ihren täglichen Aufgaben nachgehen können.
  • Geschäftsbetrieb – CRM, Projektmanagement, ERP und verschiedene andere Anwendungen, die Ihr Unternehmen für seinen Betrieb benötigt.

Dabei muss die Software nicht immer unbedingt von den bekannten Herstellern bezogen werden. Hier lohnt sich ein Blick in das Open Source Angebot. Viele Produkte ziehen in den Funktionen mit denen der Branchenriesen mit. Bestes Beispiel dafür sind die alternativen Office-Pakete oder auch Kollaborationsplattformen.

 

Kommunikation

E-Mail ist nach wie vor ein wichtiges Kommunikationsmittel für Ihr Unternehmen. Das richtige System ist unerlässlich, wenn Sie effektiv kommunizieren und die von Ihnen gesendeten und empfangenen Nachrichten verwalten möchten.

Die Einrichtung und der Betrieb eines E-Mail-Systems im eigenen Haus ist zwar möglich, aber nur mit einem eigenen Server und mit erfahrenen Systemadministratoren wirklich sinnvoll. Neue und kleinere Unternehmen stellen in der Regel fest, dass die Nutzung eines spezialisierten E-Mail-Dienstanbieters ihnen mehr Flexibilität gibt und ihre Verwaltungskosten reduziert.

Es ist schwierig, E-Mail-Dienstanbieter zu vergleichen, es sei denn, Sie haben bereits eine Vorstellung davon, was Sie benötigen könnten. Ein hilfreicher Ansatz ist, darüber nachzudenken, wie viele E-Mail-Adressen Sie benötigen, wie schnell Ihr Unternehmen voraussichtlich wachsen wird und welche Software und Endgeräte Sie verwenden.

Da E-Mail normalerweise ein geschäftskritischer Dienst ist, ist es wichtig zu prüfen, welchen Support Ihr E-Mail-Dienstanbieter in Bezug auf Servicezeiten und Reaktionszeit anbieten kann.

Darüber hinaus werden für die tägliche Kommunikation weitere Anwendungen für den Austausch mithilfe von Chats und Videokonferenzen benötigt. Auch Planungs-, Steuerungs- und Workflow-Applikationen müssen sorgfältig für eine gemeinsame Nutzung im Unternehmen ausgewählt werden.

 

Outsourcing der IT-Infrastruktur

Das Outsourcing Ihrer IT-Infrastruktur ist eine weitere Option, die Sie in Betracht ziehen sollten. Schließlich gibt es eine Reihe von IT-Unternehmen, die sich auf den Aufbau von IT-Infrastrukturen für verschiedene Kunden spezialisiert haben. Indem Sie Ihr IT-Infrastrukturmanagement auslagern, müssen Sie sich weniger Gedanken darüber machen, wie Sie Ihr gesamtes Tech-Stack integrieren und jedes einzelne IT-Problem lösen können, auf das Ihr Team und Ihre Kunden in Zukunft stoßen könnten.

Wenn Sie sich für ausgelagerte IT-Services entscheiden, steht Ihnen jederzeit ein dediziertes IT-Team zur Verfügung. Auf diese Weise steht Ihnen immer ein Team zur Seite, wenn es darum geht, den Datenschutz, den Serversupport, die Computersicherheit und den Datenschutz Ihres Unternehmens zu verbessern. Darüber hinaus kann der Rückgriff auf eine ausgelagerte IT-Infrastruktur die Betriebskosten Ihres Kernteams niedrig halten. Außerdem eröffnet es die Möglichkeit einer Skalierung und bietet Flexibilität bei der bereitgestellten Leistung. Anschaffungskosten für Klimatisierung und USV fallen weg.

Wenn Sie sich für ein Outsourcing der IT-Infrastruktur entscheiden, sollten Sie an eine ausreichend dimensionierte Anbindung des Firmenstandorts an das Internet oder an das Rechenzentrum des Outsourcing-Unternehmens denken. Hierfür bieten sich Glasfaser-Leitungen für direkte Internet-Zugriff oder Point-to-Point-Verbindungen ebenfalls auf Basis von Glasfaser an.

 

Tipps zum Aufbau der eigenen IT-Infrastruktur

Was ist tatsächlich notwendig und wie richtet man es richtig ein? Es kann schwierig sein, die erforderlichen Mindestbestandteile herauszufinden. Von Dateifreigabe- und Kollaborationsdiensten über Kommunikation bis hin zu Netzwerksicherheit und -stabilität, Helpdesk-Support und Hardwareverwaltungsprogrammen sind die Optionen riesig.

Letztendlich muss die Einrichtung Ihrer IT-Infrastruktur realistisch für die Anforderungen Ihres Unternehmens sein. Mit den folgenden 5 Tipps, können Sie unabhängig von Ihrer Größe oder Branche eine langfristige, nachhaltige und skalierbare Infrastruktur entwickeln oder planen.

Skalierbare Systeme schaffen

Welches Unternehmen hat nicht das Ziel zu wachsen und mehr Kunden zu gewinnen? Ob Sie ein Startup oder ein bereits etabliertes Unternehmen sind, es ist nur richtig, mit der Zeit noch mehr Kunden und oft auch ein größeres Team zu erwarten. Daher kann Ihnen die Einrichtung einer skalierbaren IT-Infrastruktur helfen, zu vermeiden, dass Sie Ihr gesamtes IT-Ökosystem wechseln oder ersetzen müssen, wenn Ihr Unternehmen Wachstum in viel größerem Umfang erfordert.

Erhalten Sie beim Aufbau Ihrer internen IT-Infrastruktur eine Sammlung von Softwareprodukten oder externen Hardwarediensten (Server Housing) mit Wachstumspotenzial, administrativer Skalierbarkeit und der Option, erweiterte Funktionalitäten zu einem späteren Zeitpunkt hinzuzufügen. Auf diese Weise können Sie Ihre Systeme je nach den spezifischen Anforderungen Ihres wachsenden Unternehmens problemlos skalieren.

 

Halten Sie Ihre Prozesse einfach und intuitiv

Der Aufbau einer IT-Infrastruktur ist kein leichtes Unterfangen. Wenn Sie mit der Einrichtung beginnen, werden Sie viele Dinge finden, die Sie gleichzeitig berücksichtigen müssen, damit Ihr Geschäft reibungslos abläuft. So müssen Sie beispielsweise Ihre IT-Infrastruktur an bestimmte Kundenanforderungen anpassen und auch die Schulungsprogramme und Onboarding-Prozesse für Ihr Team beachten. In der Zwischenzeit müssen Sie die Kosten für die Fehlerbehebung und die Implementierung von Anbieter-Updates in Betracht ziehen, sobald diese verfügbar sind.

Denken Sie daran, Ihre Systeme einfach und intuitiv zu halten, um die überwältigende Menge an Prozessen zu bewältigen, die zum Aufbau einer soliden IT-Infrastruktur erforderlich sind.

In den meisten Fällen ist es am besten, sich für einen standardisierten Ansatz zu entscheiden und klare Grenzen und Prozesse festzulegen, denen Ihr Team von Anfang an folgen kann. Sie können auch Verwaltungsverfahren und strukturelle Richtlinien festlegen, die jeder in Ihrer Organisation leicht befolgen kann.

 

Achten Sie auf gute Lieferantenbeziehungen

Wenn Sie externe IT-Produkte und -Dienstleistungen anfragen und bewerten, ist es eine gute Idee, Peer-Beziehungen mit den Support- und Vertriebsmitarbeitern aufzubauen, um einen direkten Draht für spätere Fehlerbehebung und potenzielle Support-Fragen zu schaffen. Somit vermeiden Sie teilweise stundenlanges Warten am Telefon und fördern eine schnelle Bearbeitung und Lösung Ihrer Anfragen.

 

Wählen Sie die richtige Teamgröße

Die meisten Unternehmen stellen nicht genügend Systemadministratoren und IT-Mitarbeiter ein. Es gibt oft zu viele Aufgaben, auf die Sie sich konzentrieren müssen, was Ihre Infrastrukturverwaltungsarbeit unterbrechen kann. Das Gegenteil gilt auch: Sie könnten gegenüber IT-Mitarbeitern übereifrig sein, was zu zu vielen Köchen in einer Küche führt. Was ist also die optimale Größe Ihrer IT-Infrastruktur?

Es ist wichtig, die Anzahl der Server zu berücksichtigen, die Sie erwarten. Seit Jahren spekulieren Branchenprofis über das ideale Verhältnis von Servern zu Systemadministratoren. Es wurde geschätzt, dass auf 10 physische Server und 500 virtuelle Server zusammen ein Administrator kommt. Die Anzahl der Server ist jedoch nur ein Aspekt der Gleichung. Andere Variablen sind die vorhandene Menge des Personals, der Datenkommunikationsfluss, Kunden und Kundengruppen, Wachstumsprognosen usw.

 

Lassen Sie es von einem IT-Infrastrukturexperten für Sie erstellen

Die Planung und Implementierung der IT-Infrastruktur ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein Unternehmen langfristig treffen kann. Durch den Einsatz eines Beratungsunternehmens können Sie langjährige Erfahrung in der Analyse, Konzeption und Implementierung von IT-Systemarchitekturen sammeln. Normalerweise entwirft und baut der Berater eine Infrastruktur, die alles von einer einzelnen Serverumgebung bis hin zu einem hochverfügbaren Cluster mit mehreren Standorten umfasst.

Mit den richtigen Fachleuten können Sie zudem wertvolle Partnerschaften gewinnen, die entscheidend für den Erfolg Ihrer Infrastruktur sind.

 

Haben Sie Fragen oder möchten sich beraten lassen? Die NMMN stellt bereits seit über 20 Jahren IT-Dienste und -Beratung für IT-Infrastrukturen im Outsourcing Ihren Kunden bereit.

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