Ihre Website ist offline. Der Online-Shop lädt nicht. E-Mails kommen nicht durch. Ihr Telefon läuft heiß – verärgerte Kunden, frustrierte Geschäftspartner. Was ist passiert? Ein DDoS-Angriff hat Ihre IT-Infrastruktur lahmgelegt. Was früher vor allem Großkonzerne und Behörden traf, hat längst den deutschen Mittelstand erreicht. Laut der neuen Bitkom-Studie „Wirtschaftsschutz 2025“ waren neun von zehn deutschen Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten von Cyberangriffen betroffen, ein Viertel davon durch DDoS-Attacken.
Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich ein solcher Angriff vermeiden. Wir erklären, warum DDoS-Schutz gerade für mittelständische Unternehmen unverzichtbar wird – und wie Sie sich zuverlässig absichern können.
Was genau passiert bei einem DDoS-Angriff?
Stellen Sie sich Ihren Webserver als Empfangstresen vor: Normalerweise begrüßt Ihr Team dort Kunden in geordneten Bahnen. Bei einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke stürmen plötzlich Hunderttausende Besucher gleichzeitig durch die Tür – nicht um eine Bestellung aufzugeben, sondern um den Eingang zu blockieren. Echte Kunden kommen nicht mehr durch, der Betrieb steht still.
Angreifer nutzen sogenannte Botnetze, das heißt Netzwerke aus gekaperten Computern, Smartphones und sogar smarten Haushaltsgeräten, um Ihre Server mit einer Flut sinnloser Anfragen zu überlasten. Die Bandbreite dieser Angriffe hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Laut Link11 European Cyber Report erreichten DDoS-Attacken in Europa 2025 Rekordwerte: Gemessen wurde ein Anstieg von 225 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Besonders tückisch: Angreifer kombinieren oft verschiedene Methoden gleichzeitig. Während volumetrische Attacken Ihre Netzwerkbandbreite ersticken, zielen Protokoll-Angriffe auf Schwachstellen in Firewalls und Load-Balancern ab. Und Angriffe auf Anwendungsebene treffen gezielt Ihre Webanwendungen – so raffiniert getarnt, dass sie kaum von echtem Kundenverkehr zu unterscheiden sind.
Warum der Mittelstand besonders gefährdet ist
„Das trifft doch nur die Großen.“ Dieser Gedanke ist leider ein gefährlicher Irrtum. Cyberkriminelle wählen ihre Ziele heute strategisch aus. Mittelständische Unternehmen sind attraktiv, weil sie oft:
- Teil kritischer Lieferketten sind und somit indirekt größere Ziele treffen
- Weniger Ressourcen für dedizierte IT-Sicherheitsteams haben
- Wertvolle Daten und Geschäftsbeziehungen pflegen
- Schneller Lösegeld zahlen, um Ausfallzeiten zu minimieren
Hinzu kommt: Die Eintrittsschwelle für Angreifer sinkt rapide. Unter dem Begriff „DDoS-as-a-Service“ bieten kriminelle Plattformen fertige Angriffspakete zum Dumpingpreis an. Für wenige Euro kann heute jeder eine Attacke auf ein beliebiges Ziel starten – ganz ohne technisches Know-how.
Die Konsequenzen treffen Unternehmen hart. 2025 beliefen sich die durch Cyberangriffe verursachten Schäden in Deutschland auf mehr als 202 Milliarden Euro – ein Plus von über 24 Milliarden gegenüber dem Vorjahr.
Neue Spielregeln: NIS2 und DORA machen DDoS-Schutz zur Pflicht
Seit Dezember 2025 gelten in Deutschland die Anforderungen des NIS2-Umsetzungsgesetzes. Rund 30.000 Unternehmen fallen unter die neue Regulierung, viele davon erstmals. Die Richtlinie verpflichtet die betroffenen Unternehmen zu umfassenden Sicherheitsmaßnahmen, darunter explizit auch der Schutz vor DDoS-Angriffen.
Für Finanzdienstleister gilt zusätzlich die EU-Verordnung DORA (Digital Operational Resilience Act), die besonders strenge Anforderungen an die digitale Widerstandsfähigkeit stellt.
Die Botschaft ist klar: DDoS-Schutz ist nicht länger „nice to have“, sondern eine gesetzliche Pflicht. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu zehn Millionen Euro oder zwei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Geschäftsführer müssen nachweislich Cybersicherheitsschulungen absolviert haben und haften persönlich.
Was bedeutet das für Ihr Unternehmen? Sie müssen ab jetzt dokumentieren können, dass Sie angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz Ihrer IT-Infrastruktur getroffen haben – und im Angriffsfall schnell reagieren können.
So macht NMMN Ihre Infrastruktur angriffssicher
Genug der düsteren Prognosen. Lassen Sie uns über Lösungen sprechen. Bei NMMN haben wir uns auf den Schutz von kleinen und mittelständischen Unternehmen spezialisiert – Firmen, die auf verlässliche IT-Infrastrukturen angewiesen sind, ohne eine Cyber-Security-Abteilung mit 50 Spezialisten unterhalten zu können.
Schutz auf Netzwerk- und Transportebene
Die NMMN DDoS Protection schützt Ihre Systeme vor volumetrischen sowie protokollbasierten Angriffen der Layer 3 und 4 des OSI-Modells. Dies umfasst:
- Botnet-basierte TCP- und UDP-Floods
- ICMP-Floods und Amplification-Angriffe
- SYN-Floods und TLS/SSL-Attacken
- DNS-basierte Angriffsmethoden wie DNS-Query-Floods und Water-Torture-Angriffe
Schnelle Reaktion dank KI-gestützter Erkennung
Wenn ein Angriff läuft, zählt jede Sekunde. Die NMMN-Lösung erreicht für bekannte Angriffsvektoren eine sofortige Abwehr (Zero-Time-To-Mitigate), für neue Angriffsmuster unter zehn Sekunden. Das gelingt durch KI-basierte Erkennung, die Anomalien im Datenverkehr in Echtzeit identifiziert und automatisch Gegenmaßnahmen einleitet.
Globales Scrubbing-Netzwerk
Im Angriffsfall wird Ihr Datenverkehr über ein weltweites Netzwerk von Scrubbing-Centern gereinigt. Dort trennen spezialisierte Systeme schädlichen „Black Traffic“ von legitimem „White Traffic“: Ihre echten Kunden erreichen weiterhin Ihre Dienste, während der Angriff ins Leere läuft.
IT-Schutz Made in Germany
NMMN arbeitet mit Link11 zusammen, dem führenden europäischen IT-Sicherheitsanbieter im Bereich Cyber Resilience. Link11 ist vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als qualifizierter DDoS-Schutzanbieter für kritische Infrastrukturen anerkannt. Das bedeutet: höchste Qualitätsstandards, vollständige DSGVO-Konformität und die Gewissheit, dass Ihre Daten in europäischen Rechenzentren verarbeitet werden.
Welche Schutzvariante passt zu Ihrem Unternehmen?
NMMN bietet verschiedene Schutzoptionen, die sich an Ihren konkreten Anforderungen orientieren.
| DDoS-Schutz Variante | Anwendungsfall | Schutzumfang |
| Infrastructure Protection IP | Einzelner kritischer Dienst | Schutz einer IP-Adresse, automatisierte Filterung bei Angriff |
| Infrastructure Protection Subnet | Mehrere öffentliche Dienste | Schutz von /29 bis /24-Subnetzen, Abwehr auch bei Tbit/s-Angriffen |
| Basic Protection IPv6 /56 | IPv6-Infrastruktur | Basisschutz vor volumetrischen Angriffen für IPv6-Subnetze |
Für Websites und Webanwendungen ergänzt das Managed CDN von NMMN den Infrastrukturschutz um eine Web Application Firewall (WAF) und Layer-7-DDoS-Schutz – damit auch raffinierte Angriffe auf Anwendungsebene abgewehrt werden.
Managed Service: Expertenschutz rund um die Uhr
Im Angriffsfall haben Sie Wichtigeres zu tun, als sich mit technischen Details zu beschäftigen. Genau deshalb übernimmt NMMN als Managed Service das komplette operative Management – bevor, während und nach einer Cyberattacke:
- Einrichtung und Pflege der Mitigationsregeln
- Kontinuierliches Monitoring und Alerting
- Sofortige Benachrichtigung im Angriffsfall mit detaillierten Reports
- Abstimmung mit dem Partner-SOC (Security Operations Center)
- Optionale 24/7-Rufbereitschaft
Die Schutzbandbreite beträgt 100 Gbit/s – mehr als genug, um auch massive Angriffe abzufangen. Und sollte doch einmal eine manuelle Feinabstimmung nötig sein, steht Ihnen das NMMN-Team während der Geschäftszeiten direkt per Hotline zur Verfügung.
Compliance auf Knopfdruck
Mit der NMMN Infrastructure DDoS Protection erfüllen Sie nicht nur technische Anforderungen, sondern auch regulatorische Vorgaben. Die Lösung unterstützt Sie bei der Einhaltung von:
- NIS2 und IT-Sicherheitsgesetz 2.0
- DORA für Finanzdienstleister
- MaRisk, BAIT, VAIT und ZAIT für regulierte Branchen
- FISG für Finanzmarktintegrität
Das bedeutet: weniger Dokumentationsaufwand, mehr Rechtssicherheit – und die Gewissheit, im Audit gut dazustehen.
„NMMN bietet die ideale Infrastruktur – sicher, schnell und zuverlässig. So können wir uns ganz auf unsere Kunden fokussieren.“
Thomas Laborn, Geschäftsführender Gesellschafter InformationsTechnologische Consulting GmbH
Der Praxistest: Wenn es darauf ankommt
Wie läuft der NMMN-Schutz im Ernstfall ab? Lassen Sie uns zwei typische Szenarien durchspielen.
Szenario 1: Der E-Commerce-Anbieter
Ein mittelständischer Online-Händler mit einem Jahresumsatz im zweistelligen Millionenbereich wird während des Black Friday mit einem volumetrischen Angriff konfrontiert. 80 Gigabit pro Sekunde prasseln auf seine Server ein. Ohne Schutz wäre der Shop sofort offline. Umsatzausfall: mehrere Hunderttausend Euro in wenigen Stunden.
Mit NMMN Infrastructure DDoS Protection: Die Attacke wird in Sekunde 3 erkannt, der Traffic wird automatisch zu unseren Scrubbing-Centern umgeleitet. In Sekunde 8 ist der bösartige Verkehr herausgefiltert, legitime Kunden merken nichts. Der Shop läuft stabil weiter. Umsatzausfall: null Euro.
Szenario 2: Der B2B-Dienstleister
Ein Ingenieurbüro mit Cloud-basiertem Projektmanagement-System wird Ziel einer mehrstündigen DDoS-Kampagne. Die Angreifer variieren ihre Taktik mehrfach, kombinieren volumetrische mit protokollbasierten Angriffen.
Dank kontinuierlichem Monitoring und automatischer Regelanpassung bleibt das System verfügbar. Das NMMN-Team passt die Filter-Regeln dynamisch an, dokumentiert den Vorfall für die Geschäftsführung und liefert einen detaillierten Report für die Cyber-Versicherung. Kundentermine finden statt, Projekte laufen weiter.
Fazit: Handeln, bevor es zu spät ist
DDoS-Angriffe werden nicht verschwinden. Im Gegenteil: Sie werden häufiger, größer und raffinierter. Die geopolitische Lage, die Professionalisierung von Cybercrime-as-a-Service und der zunehmende Einsatz von KI durch Angreifer verschärfen die Bedrohungslage zusätzlich.
Für mittelständische Unternehmen bedeutet das: Abwarten ist keine Option. Wer heute nicht investiert, riskiert morgen Betriebsausfälle, Reputationsschäden und regulatorische Konsequenzen.
NMMN bietet Ihnen die Infrastruktur, das Know-how und die Partnerschaft, um Ihre digitalen Assets zuverlässig zu schützen – mit redundanten Rechenzentren in ganz Deutschland, BSI-qualifizierten Partnern und einem Managed-Service-Ansatz, der Ihnen den Rücken freihält.
Lars Sommerfeldt
Geschäftsführer, NMMN
